Mein Opa hat erst heuer zu den 90 Jahren geschafft, außer dass er ein steifes Knie hat, ist er für sein Alter top fidel. Soweit man das von einem 90jährigen behaupten kann. Nach dem Mittagessen gehe ich ihn zu besuchen, sitze mit ihm vor dem Haus und muss interessante Geschichten liefern. Am besten Kurzgeschichten, denn seine Ohren sind nicht mehr ganz Frauenstimmentauglich. Also muss ich in tiefen Tönen mit ihm reden. Er interessiert sich für Gott und die Welt, zwar mehr über Gott als über die Welt.
Doch immer wieder fragt er mich, was ich eigentlich arbeite. Ein paarmal habe ich ihm versucht zu erklären was das Internet ist, aber mittlerweile habe ich aufgehört damit – mission impossible. Jetzt sage ich, ich sei bei einer Zeitung angestellt, die für die Südtiroler Touristen schreibt und bereite dort die Werbung vor.
Auch heute saßen wir in der Sonne nach dem Mittagessen, ich lutschte an den Kirschen aus dem Garten und Opa machte sich wieder Gedanken um mich und meine Arbeit. Aber heute war alles ein wenig anders, er fragte mich zwar was ich arbeite, und ich antwortete standardgemäß, bei der Zeitung. Aber heute fügte er noch hinzu: „Sabine, wäre es nicht besser gewesen, du hättest eine Handarbeit gelernt, dann würdest du mindestens etwas nützliches machen – aber es ist ja noch nicht zu spät!“
Vielen Dank Opa!
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!



Am 17. Juli 2009 um 13:48 Uhr
ich kenne noch jemand der öfters lieber Tischler wäre
http://www.martin.bz.it
Am 18. Juli 2009 um 13:36 Uhr
Genau, es isch nie zi spot…
Jo jo, man missat lei af di Oltn losn.
Mir bleibat jo a no di Option Wanderführer
Am 20. Juli 2009 um 08:29 Uhr
meine Oma vosteaht a net wos i tui. und wos i studiert hon a net. siew frog mi oft ob i mit meim studium (kommunikationswissenschaften) net a “eppas normals” orbatn kannt…
Am 20. Juli 2009 um 10:24 Uhr
also loss mo ins olla umschuiln
Am 23. Juli 2009 um 22:32 Uhr
…hon ober decht gmiasst schmunzeln; hosch woll an nettn Opa!…
Am 24. Juli 2009 um 09:27 Uhr
jo woll do fahlt nix