Es ist zwar ordentlich kalt und Schnee haben wir mittlerweile auch genug, aber nein, so ganz im Winterschlaf bin ich trotzdem nicht. Die ersten Tage des neuen Jahres hab ich aber auf eine besonders schöne Weise verbracht: nämlich im Urlaub. Mit Relaxen und Rodeln, Strabanzen, groß Kochen, Auto-Reparieren-Lassen und auch mit ein bisschen darüber Nachdenken, was uns das neue Jahr so bringen wird.
Lieber schreibe ich eigentlich ja Rückblenden, weil die irgendwie einfacher sind. Zurückblicken kann aber auch unerfreulich oder langweilig sein, denn was geschehen ist, ist geschehen. Da hilft dann auch kein “hätt ich doch” oder “könnt ich nur”.
Der allgemeine Ausblick auf 2012 ist jedoch auch nicht gerade rosig. Von persönlichen Umbrüchen über Staatsbankrott und Euro-Krise bis hin zum weltweiten Untergang reichen die astrologischen, politischen, wirtschaftlichen und (pseudo-)wissenschaftlichen Prognosen. Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, sich verrückt zu machen, der kann sich all die Unkenrufe natürlich zu Herzen nehmen und – so dem einzelnen möglich – als selbsterfüllende Prophezeiung in die Tat umsetzen.
So ganz leicht fällt es mir ehrlichgesagt nicht, die ganzen Pessimisten und Verschwörungstheoretiker zu überhören. Denn ob Radio, TV oder Internet, im Moment sind sie einfach allgegenwärtig. Doch irgendwie denk ich mir auch: Ob gut oder schlecht, es kommt eh, wie es kommt. Wieso also Energie auf vage Weissagungen und unsichere Vorhersagen verwenden?
Sicher ist nur: 2012 wird ein Schaltjahr sein und daher 366 Tage haben. Also haben wir sogar einen Tag mehr, um das zu tun, was wir tun müssen, tun möchten, tun werden. Und zu tun haben wir wohl sicher eine ganze Menge.
Für die UNESCO ist 2012 das “Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle”, in Europa steht “aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen” im Mittelpunkt und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen schreibt das “Jahr der Fledermaus”. Das SMS feiert seinen 20sten Geburtstag, der NASA-Rover Curiosity wird vermutlich auf dem Mars landen, in den USA gibt es Präsidentschaftswahlen, in der Ukraine und in Polen dreht sich im Sommer alles um das runde Leder und in London wird das Olympische Feuer brennen…
Auf meinem persönlichen 2012er-Programm steht bislang vergleichsweise wenig. Arbeit auf jeden Fall. Brav zum Fitnesskurs gehen. Den ein- oder anderen Berggipfel bezwingen. Vielleicht ein neues Auto. Und ein paar Sachen in Südtirol anschauen, die ich im Kopf schon besucht und über die ich schon oft geschrieben, aber noch nie mit eigenen Augen gesehen hab. Alles andere lassen wir einfach mal auf uns zukommen!



Am 13. Januar 2012 um 11:43 Uhr
Das erste mal in meinem Leben habe ich mir ein paar Vorsätze gemacht fürs neue Jahr. Und ich halte mich immer noch dran. Von den ganzen Prophezeiung bekomme ich Gott sei Dank nichts mit, denn ich schaue kaum TV. Also sag mir eventuell kurz vorher nochmal Bescheid, wann die Welt untergehen sollte. Da möchte ich mich noch schnell was gönnen

Was ich heuer auch gemacht habe ist eine Liste mit Sachen, welche ich schon lange vor mir herschiebe, wie z.B.die Versen beim sockenstricken lernen
Ja, so hat jeder sein Vorsätze aber kürzlich habe ich auf einem Flyer folgendes gelesen, das wir uns alle zu Herzen nehmen sollten:
2012 is going to be like every other year. We’ll make promeses to ourselves that we can’t keep. We say it’s a new start but it’s just like the year before. Once we mess up during the year, we can’t wait for the next so we can repart that empty process.
YOU DON’T NEED A NEW YEAR TO CHANGE YOUR LIFE!