Zuerst verschläft der (schneeweiße) Winter selbst fast seinen Start. Dann kommen die Weihnachtsfeiertage, die mit eingeheizten Stuben, üppig gefüllten Plätzchentellern, Festmenüs und gutem Wein dafür sorgen, dass man nicht auf die Idee kommt, auch nur einen Zeh vor die Tür zu setzen. Und hat man sich erst einmal einen kleinen Vorrat angegessen und ein paar von den extraguten Keksen als Reserve im Schrank versteckt, würde man sich doch am liebsten mit der flauschigen Decke auf die Couch kuscheln und ein bisschen Winter-schlafen.
Aber wenn ich es mir recht überlege: Eigentlich mag ich gar kein Winterschläfer sein. Dann verpass ich doch die ganzen fabelhaften Möglichkeiten, die mir der Winter – und eben nur der Winter – bietet. Lieber warm anziehen und die Müdigkeit aufs nächste Frühjahr aufsparen. Bleibt nur die Qual der Wahl: Und was machen wir morgen?
- Skifahren: Als stolze Besitzerin neuer Skischuhe (Danke liebes Christkind) zieht es mich schon auf die Pisten. Als bekennender “Ich kann auf Skiern stehen”-Skifahrer mag ich sie allerdings lieber, wenn ich nicht zwischen den Leuten Slalom fahren und an den Liften anstehen muss. Deshalb werden Kronplatz und Sellarunde wohl noch etwas warten. Vielleicht schau ich mir in der Zwischenzeit mal den Klausberg oder das Skigebiet Gitschberg-Jochtal an.
- Rodeln: Zum Rodeln geh ich deshalb so gerne, weil man ein bisschen etwas tut, dann ein bisschen in einer feinen Hütte rasten kann und dann nicht mehr zu Fuß zurückgehen muss, sondern flink nach unten sausen kann – je nach Schlitten und Beifahrer als mehr oder weniger Kamikaze, laut grölend oder vor Angst zitternd. Die Rodelpremiere dieses Winters haben wir zum Glück schon unbeschadet überstanden. Meine liebsten Rodelbahnen: Steger Alm in Prettau, Weißenbach und Staller Sattel.
- Schneeschuhwandern: Wenn ich von der Aufregung und dem Trubel auf Skipisten und Rodelbahnen genug hab, schnapp ich mir zur Abwechslung die Schneeschuhe und such mir etwas Ruhiges und Abgelegenes, wo man am besten nur mit den Schneeschuhen hinkommt. Zum Beispiel auf die Medalges Alm bei Campill, zum Jakobstöckl oberhalb von Onach oder zur Stolla Alm in Prags.
- Eislaufen: Einmal im Jahr muss Eislaufen auch sein. Schließlich vergesse ich jedes Jahr aufs Neue, dass man auf Schlittschuhen eine blöde Figur macht und dass dieser Sport gerade so lange Spaß macht, bis man halbwegs sicher auf dem Eis steht.
Tags: Winterland



Am 28. Dezember 2011 um 12:37 Uhr
… oder arbeiten
Aber dafür war ich gestern skifahren. Wir starteten auf unseren Hausberg – Kronplatz – und fuhren mit dem Bus nach Alta Badia. Toll war es, traumhaftes Wetter, tolle Panoramen und einzigartige Pisten.