Beautytipps aus Südtirol: was garantiert für GAR NIX gut ist

Der Senf von admin Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Beautytipps aus SüdtirolIn Südtirol greift man bei der Behandlung von kleineren und größeren Weh-Wehchen lieber auf Hausmittel zurück als zum Fachmann zu gehen. Man verlässt sich auf die “Großmutter der Schwester meiner Freundin hat gesagt”-Quellen und kann im Nachhinein über seine eigene Dummheit nur noch lachen.
Wenn es sich um Beautyfragen dreht, wendet sich die Clerasil-Generation immer wieder an ältere und pickelerprobtere Mitmenschen und verlangt Rat und Tat gegen ihre lästigen Gesichtsbewohner, auch Mitesser genannt. Das beste Mittel – so sagte man einer guten Freundin von mir – sei Knoblauch. Man schneide ihn in Scheiben, lege ihn auf die besonders geplagten Gesichtsstellen und warte bis es ganz fest kribble. Erst jetzt entferne man den stinkigen Belag und wasche sich gründlich das Gesicht und Pickel ade.

Gesagt – getan. Meine gute Freundin beherzigte gewissenhaft den Rat und belegte eines Abends ihr erst 14 jähriges Gesicht mit reichlich Knoblauch. Die Ärmste jedoch bekam das Kribbeln im Gesicht nicht mehr mit, weil sie der Schlaf übermannt hatte. So wachte sie erst am nächsten Tag wieder auf und wurde vom Spiegelbild mit einer guten sowie eine bösen Nachricht überrascht. Die gute zuerst: die Pickel waren futsch. Die schlechte kommt jetzt: samt den Pickeln war auch ein guter Teil der Haut gegangen und zurückgeblieben sind dunkelbraune Flecken an Stirn, Nase, Wangen und Kinn.

Eine Woche lang hielten sich die hartnäckigen Flecken. Kaum waren sie verheilt kamen die Pickel wieder. Sie hat es überlebt. So wie den Rest ihrer Pubertät – unter dem Motto: An Südtiroler haut so schnell nix um!

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