Bitte wieder Sonne

Der Senf von Steffi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Hoffentlich behalten die Wetterfrösche mit ihren guten Prognosen für die kommenden Tage Recht. Nicht nur, weil ich den Regen (und den Schnee auf dem Hochgall!) nicht mehr sehen kann oder weil mein Endorphin-Spiegel ohne Sonne tief im Keller ist. Nicht nur, weil ich am Wochenende wieder hinaus und hinauf auf die Berge will und das ohne Regenschirm und Gewitter-Angst.

Nicht nur wegen mir. Es geht mal nicht nur um mich, sondern auch um ganz viele andere, die dasselbe Leid mit mir teilen. Nämlich alle, die momentan – freiwillig oder gezwungenermaßen – auf der Straße unterwegs sind. Da hat man doch glatt das Gefühl, dass nicht Menschen bei uns Urlaub machen, sondern Autos. Zumindest muss jeder einzelne Besucher mit seinem eigenen Auto da sein, so lang sind die Staus und Kolonnen vor jeder Kreuzung, so groß die Nöte auf jedem Parkplatz.

Dabei muss es einen unmittelbaren Zusammenhang geben zwischen der Anzahl an Regentropfen, die vom Himmel fallen und der Zahl von Autos auf den Straßen. Mit der Anzahl an Verkehrsteilnehmern steigt dann automatisch die Anzahl an – Entschuldigung – idiotischen Autolenkern, die wiederum heftiges Hupen, wildes Fluchen und zum Teil beängstigendes Gestikulieren hervorrufen.

Und wer trägt die allermeiste Schuld an diesem „Casino“? Die Sonne. Weil sie sich versteckt. Würde sie sich hinter der dicken Wolkendecke wieder hervortrauen, wäre so manchen einfacher und gemütlicher: Ich könnte länger schlafen, weil ich den Stau frühmorgens nicht einkalkulieren muss. Ich wäre von vorneherein besser gelaunt, weil nicht Regentropfen an mein Fenster klopfen sondern Sonnenstrahlen. Gut gelaunt tu ich nicht fluchen, auch nicht bei der Parkplatzsuche in der Mittagspause. Muss ich auch nicht, weil eh alles frei ist und weil alle Welt, die frei hat, sich bei dem schönen Wetter nicht in der Stadt herumtreibt.

Und so ginge es natürlich nicht nur mir, sondern auch den vielen anderen, die arbeiten dürfen. Also bitte: Wolkenvorhang auf!

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Eine Reaktion zu “Bitte wieder Sonne”

  1. Bine

    “Ich geh mal schnell in die Stadt” – diesen Satz habe ich für 2 Wochen gestrichen. Es geht einfach nicht schnell, sondern alles ist mühselig – eine Kuh – muh, viele Kühe – Mühe ;)

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