Der Junge mit dem gestreiften Pyjama

Der Senf von Michi Genießer Kommentar hinzufügen

Wahrscheinlich kennen viele von Euch schon das Buch von John Boyne „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“. Es ist die Geschichte von Bruno und Schmuel, die sich zufällig an einem Zaun treffen, der beider Leben ganz radikal voneinander trennt.

Bruno und Schmuel sind Kinder, gerademal 9 Jahre alt. Beide befinden sich an einem Ort, an dem sie eigentlich gar nicht sein wollen und nicht verstehen können, warum sie hier nicht wegwollen. Beide wissen nichts vom Holocaust und Bruno, etwas naiver als Schmuel vielleicht, kann ganz und gar nicht glauben, dass Soldaten auf der anderen Seite des Zauns böse sind, wo sein eigener Vater doch auch Soldat ist und extra nach Aus-Wisch geschickt wurde, „weil der Furor Großes mit ihm vorhat.“

Das Buch ist berührend. Durch die Sicht der Kinder, wird der ganze Wahnsinn des Holocausts so naiv, einfach und ergreifend erzählt, ohne dass die beiden Jungs überhaupt wissen was um sie herum geschieht.

Normalerweise gehen mir Bücher auf die Nerven, wo Schriftsteller sich in die Rolle eines Kindes versetzen. Das kommt mir immer so falsch vor. John Boyne aber schafft es, so zu schreiben als ob er die beiden wirklich gekannt hätte und als ob Bruno und Schmuel ihm – im Vertrauen und a la Nicht-Weitersagen – von ihren Gedanken und ihrem Geheimnis erzählt haben.
Wer das Buch nicht kennt. Unbedingt lesen!!

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