Es ist ein riesiges Instrument, dem bei richtiger Handhabung äußerst tiefe und dröhnende Töne entlockt werden können. Trotzdem ist es im klingenden Rummel eines großen Orchesters kaum zu hören – und zu sehen schon gar nicht. Somit fristet der Kontrabass-Spieler mitunter ein recht unscheinbares und im wahrsten Sinne des Wortes schweres Dasein, zu dem ständige Rückenschmerzen ebenso gehören wie ein geräumiger Kombiwagen.
Der wichtigste und zugleich einzige Darsteller im Theater “Der Kontrabass” kann seinem Leben jedenfalls wenig Positives abgewinnen. Er klagt dem Publikum sein Leid und jammert über seine Unsichtbarkeit, schweren Lasten, überflüssige Dirigenten und unerfüllte Liebe.
Dennoch handelt es sich bei dem Ein-Mann-Stück, das diese Woche im Brunecker Stadttheater zu sehen ist, keineswegs um eine tränenreiche Tragödie, sondern um eine hintergründige, durchaus witzige und stets erfolgreiche Darbietung. Das liegt vielleicht daran, dass der Text aus der Feder von Patrick Süskind stammt, der spätestens seit “Das Parfüm” ein Begriff ist. Möglicherweise kommt es auch daher, dass man für das Stück weder viele Darsteller noch ein aufwendiges Bühnenbild braucht.
In Bruneck wird der bekannte bayrische Schauspieler Dieter Fischer, der schon in TV-Serien wie “Tatort” oder “Rosenheim-Cops” zu sehen war, den einaktigen Kontrabassisten-Monolog unter der Regie von Stefan Tilch (Intendant des Niederbayrischen Landestheaters) zum Besten geben.
Die Premiere findet am Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 20.00 Uhr statt. Weitere Vorstellungen gibt es am 03., 04. und 05. Februar jeweils um 20.00 Uhr sowie am 06. Februar um 18.00 Uhr. Kartenreservierungen unter: ticket(at)stadttheater.eu oder 0474 412 102.



Am 3. Februar 2011 um 08:45 Uhr
Ich hätt’ mir nicht gedacht, dass man in eineinhalb Stunden von nur einem einzigen Menschen so viel über einen Kontrabass lernen und sich dabei so köstlich amüsieren kann. Bravo!