Die Neue

Der Senf von Steffi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Neu. Das ist doch eigentlich etwas Gutes, oder? Etwas Spannendes. Etwas, das neugierig macht, auf das man sich freut, das man nicht erwarten kann. Etwas, das nach knisterndem Verpackungspapier klingt und nach Neu riecht. Man weiß noch nichts, zumindest nichts Konkretes. Vielleicht was vom Hörensagen und das ist meistens eh nur halb gelogen.

Irgendwie geht’s mir grad genauso. Da sitz ich nun bei meiner neuen Arbeit. Vor dem PC an meinem ersten richtigen eigenen Schreibtisch. Schön groß ist der und schon nicht mehr recht aufgeräumt. Neu ist er auch nicht. Neu bin bloß ich. Die neue Michi. Steffi. Ich bin neu, die Arbeit ist neu. Und auch der Blog. Premiere hoch drei, sozusagen.

Meine ersten Arbeitstage in der Internet Consulting hab ich dank der überaus geduldigen und liebenswerten Kollegen ohne größere Pannen überstanden. Keine Website zerstört, keine Datenbank gelöscht, Büroeinrichtung verschont. Eine Weile wird es wohl trotzdem noch dauern, bis ich gänzlich ohne Schwindelzettel auskomme; bis ich mich auf Anhieb zuständig fühle und weiß, was ich wann wo und warum machen muss. Und wo ich was finde mit welchem Passwort.

Aber das soll auch so sein. Sonst wäre ich ja nicht die Neue. Dann wäre es ja gleich schon nicht mehr spannend. Für mich nicht, für euch nicht und überhaupt. Aber fragen tu ich mich schon: Wie lang ist man das eigentlich – neu? Hat dieser Status ein Verfallsdatum? Sieben Tage, zwei Wochen, drei Monate? Gibt’s da eine Regel? Wahrscheinlich muss ich wohl so lange warten, bis die nächste Neue kommt und mich ablöst. Oder der Neue. Naja.

Damit ich nicht mehr sooo neu bin: Die Steffi hat schon ein paar, aber bei weitem noch keine 3000 Texte über Urlaub in Südtirol geschrieben und auch mit Hotelbeschreibungen kann sie momentan noch ganz gut. Das letzte Buch, das ich daheim in mein Regal gestellt habe, war meine Diplomarbeit. Da kann sie jetzt, gemeinsam mit meinen Erinnerungen aus der Salzburger Studienzeit, langsam verstauben.

Jetzt ist erst mal Arbeit angesagt. Noch mit viel Motivation. Dass ich dabei die Michi hier im Blog vertreten werde, steht wohl fest. Ob ich sie würdig vertreten werde, ob ich auch kritisch und offen-aggressiv sein kann, wird sich zeigen. Ich freu mich auf jeden Fall darauf, euch hier und da mal meinen Senf zu präsentieren. Und ich freue mich auf eure Kommentare.

Also bis bald!

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4 Reaktionen zu “Die Neue”

  1. Bine

    Woll woll, du “neue” mochsch des gonz guit, und ersetzen brauchsch jo niomand, du schreibsch do selbo it’s dein gschichte.
    Des mitn Kafe kochn und Teewosso aufstelln für ins “Oltn” funktioniert no net gonz, obo des darichtmo sicho a no de woche – und is coole isch sem, sem brauchs koan passwort ;)
    gute arbeit

  2. Es ist ein Junge | Suedtirol Blog

    [...] wurde gestern zum zweiten Mal Mutter. Immer mittags bekommen meine Damen ihre Babys (wer “Neu” hier ist, es geht um meine Schafe). Mein Vater entdeckte es erst gegen Nachmittag und gleich [...]

  3. michi

    Hoi du Neua! I siech schun, du bisch die richtige für den Job!

  4. christa

    dein blog regt mich zum philosophieren an:

    ist neu gut und alt schlecht – oder umgekehrt?
    wird aus neu gebraucht?
    was passiert zwichen neu und alt?
    kann man gleichzeitig alt und neu sein?

    na dann du neue, koste es aus, das neu sein!

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