Freeriden in Südtirol

Der Senf von Michi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Ich konnte es kaum glauben, als ich auf dem Cover des Freeride Magazins einen Anreißer über das Freeride-Mekka Bozen-Meran sah. Wie? – dachte ich mir, – Freeride-Mekka? Bei uns? Im Genussradlland Südtirol?

Südtirol verkauft sich radtechnisch als Genussradldestination oder maximal als ein Land, in dem es vor allem ums Aufwärtstreten geht. Freeriden und Downhillen wurde und wird als Randdisziplin bei uns gerade mal geduldet. Schließlich gibt es hier keine ausgewiesenen Freeride-Strecken, geschweige denn einen ordentlichen Bikepark. Und nun widmet das Freeride Magazin Südtirol ganze 10 Seiten!

Und schreibt über Trails in Bozen und Meran, in Firmian und Schenna, die vom Magazin durchaus positiv bewertet werden. Sie werden als bockig und flowig beschrieben, Initiativen von hiesigen Bikern, die Northshore-Passagen gebaut haben, werden hoch gelobt. Insgesamt ist Südtirol als gute Alternative zum Gardasee bezeichnet worden.

Hallo?! Aufwachen! Wissen unsere Tourismustreibenden eigentlich wie viel Potential im Freeriden steckt? Wie das Freeriden und Downhillen mehr und mehr in Mode kommt? Dass immer weniger Leute sich mit ausgewiesenen und geteerten Radpisten zufrieden geben? Und das Leute auch einiges an Kohle ausgeben, um auf guten Trails zu biken?

Anscheinend nicht. Denn dann würden Biketrails ausgewiesen werden, wo nur Biker unterwegs sind und keine Wanderer. Dann würde man am Kronplatz auf Wegen, die den ganzen Sommer über maximal 20 Leute gehen, nicht von irgendwelchen Typen blöd angemacht werden von wegen Wege kaputtmachen. Dann würde ich nicht mehr mit meinem Specialized Bighit nach Leogang fahren müssen, sondern könnte hier auf schönen Trails und in guten Parks nach unten rocken.

Vielleicht dienen der Artikel und die Trailbeschreibungen im Freeride Magazin ja als Ansporn auch von Tourismusseite her mal was zu machen.

Auf jeden Fall ein Danke an alle, die ihre Freizeit investieren, um Kicker, Northshores und Hühnerleitern zu bauen! Euch würde ich so einen neuen Landesverdienstorden geben!! Hoffentlich geht es sich zeitlich bald aus um Kohlern, Firmian und Schenna mal unsicher zu machen!

Hier ein Video über den Bikepark Leogang in Österreich:

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7 Reaktionen zu “Freeriden in Südtirol”

  1. Bike Parkler

    Tag, zwar ist das ganze was in der Freeride steht etwas übertrieben, jedoch kommt und wird das Freeriden immer mehr.

    Was ist überhaupt Freeriden und Downhillen, wie unterscheidet man softrider, easyrider, tourenbiker und freerider? Eine sehr intessantes Thema, denn um zu Freeriden und Downhillen brauchen ich kein Fully und auch keine Ausrüstung um diese Art von biken zu absolvieren. Ich kann genauso mit einem Hardtail extreme die Strecke runterbrettern und alles zu sau machen!! Doch da der Toruenbiker welcher mit engem Shirt und enger Hose den Trail runterbrasselt, wird dieser als nciht DH eingestuft! Na so ein blödsinn kann es nur bei uns geben! Es gibt genug Leute die Downhill ohne Protektoren und deren Zeug betreiben. Und sogar noch xtremer die Piste runterrasen.

    Solange in Südtirol der Tourismus mit den Wanderen gut läuft ist ja für alle alles in Ordnung. Aber sobald dies mal nicht mehr so sein wird, dann sind auch die Biker geduldet und werden von allen Seiten bejubelt. Ist doch so….

    Die Wanderer machen ja mehr die Wege kaputt als Biker, denn die Wege sind a ja überloffen und zudem sind die Wanderer, weniger bemüht ihren Müll mitzunehmen, welchen Sie auf der Strecke rumliegen lassen. Die biker packen ihren proviant ja noicht während des Fahrens aus.

    Beste Grüsse aus dem heiligen Südtirol

    Ein falsches Südtirol!

  2. michi

    logisch, ausdrücke gibt es viele. mehr oder minder beschreiben sie alle das gleiche. was man zum biken nun anziehen will, soll jeder selbst entscheiden, soweit kommts noch.

    doch genuss ist es mit einem hardtail nicht wirklich über bockige steige zu fahren mit stiegen aus wurzeln oder stein, da braucht mir niemand was zu erzählen. da lob ich mir mein fully, das mehr oder minder auch die bösesten Hindernisse leicht abfedert.

    und wer auf schutzkleidung verzichten will bitte. ich von meiner seite aus kann nur sagen: ohne helm mit gesichtsschutz würde ich jetzt nicht mehr so ein hübsches gesicht haben und ohne Schienbein- und knieschützer wohl mit eisenschrauben und ohne miniksus herumlaufen.

    aber auf alle fälle ist es zeit dass sich in südtirol was tut und dass man als biker (egal welcher art) nicht mehr verteufelt wird, wenn man mal durch den wlad rauscht.

  3. Mü

    Ja vielleicht war ich es sogar, der dich blöd angemacht hat, weil ich einfach nicht zusehen kann, wie gewisse “Radler” (oder wie auch immer) durch den Wald fahren, ohne sich an einen Weg zu halten. Deswegen wären Trails durchaus willkommen, dann brauch sich niemand mehr über den anderen (Wanderer) aufregen und jeder hat seinen eigenen Spaß!
    @Bike Parkler – ich packe meinen Proviant auch nicht während dem gehen aus! Also wer hier was verschmutzt wäre mal dahingestellt!

  4. michi

    durch den wald fahren heißt nicht, dass man nicht auf wegen bleibt. wer jetzt einfach so runter fährt, ohne auf einem weg zu bleiben, dem kann auch ich nur sagen: sauerei. wozu sind wege da?? (dasselbe gilt aber auch für wanderer!)

  5. Bike Parkler

    @michi. ich kann dir nur zustimmen.

    @ MÜ, na dann bist du mal ne ausnahme das du nicht während des Wanderns anhälst und dein Proviant auspackst…. ich sagte ja nicht, das jeder seinen Müll liegen lässt, aber wenn dann sind es die Wanderer….darüber brauchen wir ja garn nicht reden ist doch klar….

    Wie gesagt, man kann nicht sagen, hier hanen Downhiller und Freerider nichts zu suchen, da man diese sportart auch mit einem Hardtail ausüben kann. Und wenn es in Zukunft soweit kommen sollte, dann werde ioch der erste sein der mit einem Hardtail und nicht mehr mit dem Fully DH fährt – Garantiert. Ach ja wir könnten dies ja uach mit unserem Fully Tandem vollbringen….

  6. Downhill in Südtirol - Wann wird's legal? « Downhill, Südtirol, Freeride, Bikeparks « Suedtirol Blog

    [...] Vor zwei-drei Monaten erschien ja im Freeride-Magazin ein Extra über Freeridetrails in Südtirol, genauer gesagt über Trails rund um Bozen und Meran. Die Folge war, dass sich zum Beispiel bei [...]

  7. Alonso

    Hier in Südtirol geht viels falsch.Leider werden auf immer mehr Wegen Fahrverbote ausgegeben.Man wird dann auch bestraft valls man erwischt wird.
    Nun:Südtirol liegt in Italien,wo ein italienisches Gesetz existiert das sagt:Jeder Wanderweg ist auch für nichtmotorisierte Fahrzeuge und Tiere zb.Fahrrad;Pferde;Kühe;Schlitten;Handkarren (Karren sind wichtig,da die meisten Wege ja extra für Karren gemacht wurden wie die Wege am Ritten)zugelassen.
    Sollte man eine Strafe bekommen brauch man nur einen Rekurs machen und man bekommt recht.

    Das will aber nicht heissen,das man wie ein Verückter neben den Wanderen vorbeirast.WANDERER HABEN IMMER VORRECHT!!!!
    Wenn man schon auf öffentlichen Wegen unterwegs ist muss man Rücksicht nehemen und auch mal kurz stehen bleiben.

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