Letztes Wochenende habe ich mich über einen ganz seltenen Besucher gefreut. Um genau zu sein, hat er mich noch nie zuvor beehrt. Daher kam ich aus dem Staunen fast nicht mehr heraus, als wie aus dem Nichts Herr Iphiclides Podalirius freudig flatternd auf mich zugeflogen kam.
Keine Ahnung wer das sein soll? Na, das herrliche Flügeltierchen auf dem Foto! Auf Deutsch wird er Segelfalter genannt. Wer ihm den Namen gegeben hat, muss allerdings entweder Tomaten auf den Augen gehabt haben oder jeglicher Phantasie entbehren. Denn ohne Zweifel ist diese Bezeichnung doch viel zu schlicht und zu unscheinbar für so ein Prachtexemplar der Schöpfung, oder?
Ganz zu Recht gilt dieser Schmetterling aus der Familie der Ritterfalter als einer der schönsten in ganz Europa. Und was schön ist, ist oft genug auch selten. Während der Segelfalter in Südeuropa noch recht verbreitet ist, gehört er in Deutschland und Österreich zu den stark gefährdeten Arten und auch in Südtirol macht er sich äußerst rar. So war es schon ein kleines Wunder, dass er gerade mir in St. Lorenzen im Pustertal vor die Füße geflattert ist.
Sogleich habe ich dann meinen Schwiegervater in spe gerufen, der zufällig ein passionierter Fotograf mit gutem Auge und bestem Equipment ist. Er hat diesen besonderen Gast, den ich euch ob seiner Schönheit und Seltenheit nicht vorenthalten wollte, digital für uns festgehalten.
Foto: © Reinhard Arnold



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