Great little Hannah in Kanada

Der Senf von Michi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

flagge-kanada.jpgLebt man sein ganzes Leben lang hier und kennt andere Länder nur vom Urlaub und übers Fernsehen, dann blickt man nicht wirklich über den Tellerrand und glaubt früher oder später tatsächlich, dass die Gewohnheiten hier normal seien. So kann man sich täuschen. Denn was normal ist, wird überall anders definiert.

Meine Kusine – great little Hannah – ist gerade in Kanada. Sie geht dort ein Jahr lang auf eine englische Schule, lebt aber bei einer französisch sprachigen Familie. Was sie in Kanada erlebt, wie es in der Schule so läuft, das alles erzählt sie in einem Blog. Und liest man den, dann zweifelt man bald wirklich am eigenen Verständnis für normal und unnormal.

So gibt es an ihrer Schule zum Beispiel ganz komische Gewohnheiten: einmal hatten sie einen “pyjama-day“. Da mussten sie alle im Schlafanzug in die Schule und heute, so hat sie geschrieben ist “crossdressing-day“: Jungs müssen als Mädls verkleidet in die Schule, Mädls als Jungs. Sinn und Zweck des Ganzen? Keine Ahnung. Und vorgestern hatten sie „drama“ in der Schule: die Schüler mussten Tiere mimen. Hannah durfte ein Fisch und eine Katze sein. „So senseless“, ihr folgerichtiger Kommentar!
y1psihnpgovkapda3k24y0ot0epdieyshn1eousxlikgl-3f5chcm6athkhmrk8uygt.jpgAuf ihrem Blog beschreibt sie auch die Besonderheiten ihrer neuen Heimat. Und die sind für eine Vinschger 17-Jährige wirklich kurios: Bierflaschen zum Beispiel gibt es nicht wie bei uns zu 0,5 oder 0,3 l, sondern zu 0,341 l, Milch nicht im Tetrapak, sondern Vakuum-verpackt in Nylonsäcken, und Nutella gibt es nicht im Glas, sondern im Plastikbehälter! Und zur liebsten Freizeitbeschäftigung der Teenies in Kanada gehört offensichtlich Shopping im Shoppingmall und Quad fahren. So spannend kann langweiliger Alltag in Kanada für uns Südtiroler sein.
Den Namen des Blogs nenn ich Euch nicht. Er ist privat. Ich hoffe, dafür habt Ihr Verständnis!

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10 Reaktionen zu “Great little Hannah in Kanada”

  1. Bine

    ich finde es immer wieder gut, wenn man über den tellerrand blickt, auch wenn man manchmal keinen sinn in gewissen verhaltensweisen sieht – es ist eine erfahrung wert. urlaub machen oder eine kurze zeit dort wohnen macht einen großen unterschied. Andere sprache, andere leute, andere interessen und gwohnheiten… das macht reich an erfahrung und wunderschönen erinnerungen.

  2. Bine

    Ach ja, take care hannah

  3. Andreas

    Zum Thema Flüssigkeiten, ligg wohrscheinlich dron, dass es 12 fl oz sein …

  4. Flo

    Mein Bruder ist auch gerade für ein Jahr drüben in Canada, genauer in Vancouver. Bin mit ihm eine Woche rüber, einfach eine großartige Stadt.
    Auch war ich selber in Calgary (auch Canada) für ein Auslandsschuljahr, und diese Zeit möchte ich nie mehr missen.
    Man stellt insbesondere fest, wie kleinkariert und wie wichtig wir uns Südtiroler eigentlich nehmen, obwohl wir mit unseren 500.000 Hanseln nur eine mittlere Stadt darstellen.
    Das Problem dabei ist, dass man über solche Erfahrungen hier mit fast keinen reden kann, da die wenigsten überhaupt mal außerhalb der typischen europäischen Touristenorte geurlaubt haben, geschweige denn in die Staaten/Kanada waren für eine Weile…

    @Michi: “Den Namen des Blogs nenn ich Euch nicht. Er ist privat. Ich hoffe, dafür habt Ihr Verständnis!”
    Das hätte ich nicht geschrieben, denn das hat mir den Ansporn gegeben, den Blog nach 2min googeln zu finden! ;)

  5. michi

    dai Flo!! was müsst ihr blogger auch immer so neugierig sein!

  6. Bine

    @flo – ganz so kleinkarriert sind wir auch wieder nicht! Viele junge leute machen jetzt die erfahrung,und viele ältere haben sie auch gemacht. ich glaube sogar, dass die europäer eher dazu neigen andere länder zu bereisen und zu entdecken, aber das ist nur meine beobachtung. Auch ich war mal für länger über see, aber auf den selben längengrad :) und es hat mir richtig gut getan. Deswegen kann ich es nur jedem empfehlen!

  7. w#g

    Was mir hier in Kanada als erstes aufgefallen ist, ist dass die Menschen viiiieeeel freundlicher sind als in Südtirol (vor allem Ostküste) Das kann man gar nicht vergleichen! Da friert man zuhause fast im Vergleich!

    Hierzu und zum Tellerrand fällt mir ein Satz ein, den mir mal ein pot. Mitarbeiter bei einem Bewerbungsgespräch gesagt hat: “Jo se isch schun suppo wie nett die Leit olla sein und wenne widdo hintokimmsch nua nimmsch des a miet umma und bisch a zi olla volle freindlich. Obo spätigschtns ban drittn mo wo nicht hintokimmp an Freindlichkeit scholtische widdo zruck und noch a poor Wochn bisch widdo gleich wie du olm worsch weildo fiorkimmp zu mochsch die zum Idiotn”

    Ich glaub über den Tellerrand schauen ist wichtig, nur soll man versuchen die positiven Sachen mit in die Heimat zu bringen und diese auch zu behalten. Die eigene Heimat damit bereichern! Sonst bringts über den Tellerrand schauen nicht wirklich …wenn wir das was wir gelernt und erlebt haben uns wieder nehmen lassen :) Tadaaaaaaaaaaaa!
    (I glab i wer Pforra :D )

  8. great little Hannah

    @ Michi! Jetzt fühle ich mich aber echt geehrt! Meine große Kusine schreibt etwas über mich! Wow!
    Wollte nur noch mal betonen, dass es mir supergut geht auf der anderen Seite des großen Teiches! Ich mache hier total viele supertolle und geniale Erfahrungen, die mir sicher mein ganzes Leben lang weiterhelfen werden!
    So ein Jahr im Ausland ist echt das tollste und genialste, was man machen kann! Natürlich ist es nicht immer ganz leicht so weit weg von Freunden, Familien und dem gewohnten Alltag, aber ich liebe das Abenteuer und neues zu entdecken und kennenzulernen!

    Greatings from Canada
    great little Hannah

  9. michi

    Hei Hannah! Logisch schreib ich was über dich, wenn du “kleine” Kusine die Welt entdeckst und auch noch so toll und lesenswert darüber schreibst.

    Ich wünsch dir die allerbeste Zeit drüben in Kanada, gaanz viel Spaß und dass niemals nie tolle sneakers und handtaschen im shoppingmall ausgehen!

    Freu mich schon auf nächstes Jahr: dann komm ich dich besuchen und lass mir (große Kusine) von dir (kleine Kusine) die Welt zeigen!

    Mach’s gut!

  10. Neue faschistische Fansite auf Facebook

    [...] schau ich heute auf die Facebook-Seite meiner kleinen Kusine, die gerade in Kanada verweilt und seh doch glatt, dass sie auf Facebook der Gruppe “Alto [...]

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