Hitzefest

Der Senf von Steffi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Ich kann es mir zwar nicht erklären, wie das einer wissen kann, der so lange pennt – aber bis jetzt hat der liebe Siebenschläfer eindeutig recht mit seiner Prognose, die er vor gut drei Wochen ausgegeben hat: wochenlang konstantes Wetter. Konstant schön. Konstant heiß. Konstant trocken.

Zugegeben, im Moment ist es schon echt heiß. Mitunter fast schon zu heiß. Wann hatten wir zulest so einen Sommer? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich so lange in Flip-Flops und kurzen Hosen herumgerannt bin. So oft wird es auch noch nicht vorgekommen sein, dass Südtirol-Sibirien – Toblach, Innichen usw. – an die 30°C-Marke gekratzt hat. Und wann war es in Bruneck und Brixen schon mal  heißer als in der Landeshauptstadt?

Bei uns im Büro fühlt man sich da auch schon mal wie im Brutkasten. Aber wenn ich dann daran denke, wie schweinekalt es heuer im Winter mal war, wie lang und wie oft ich da gefroren hab, muss ich einfach dabei bleiben: Schwitzen ist mir lieber. Noch dazu vergeben ja alle möglichen Institutionen gerade viele gute (und weniger gute) Tipps zum Kühl-Bleiben oder Abkühlen:

  • Viel Trinken! Ist klar. Auch, dass damit weder koffeinhaltige noch alkoholische Getränke gemeint sind. Ein zischendes Bierchen oder ein eisgekühlter Hugo sind zwar temporär recht erfrischend, steigen bei der Affenhitze aber umso mehr in den Kopf.
  • Wenig körperliche Aktivität! Glücklich schätzen können sich da jene, die wie ich nur vor dem PC s(chw)itzen und nicht in Produktionshallen, auf Dächern oder in sonstigen, brütenden Baustellen arbeiten müssen. Trotz dieses Ratschlages kann ich es mir bei diesem Wahnsinnswetter allerdings nicht verkneifen, mich am Wochenende in den Bergen körperlich zu betätigen. Einzige Möglichkeit hier: in aller Herrgottsfrühe aufbrechen, um vor der Mittagshitze und den Wärmegewittern wieder im Tal zu sein.
  • Regelmäßig Abkühlen! Morgens und abends lauwarm (nicht kalt) duschen und am besten nicht abtrocknen, das hat zusätzlichen Kühlungseffekt. Untertags helfen immer mal wieder kalte Fußbäder und kühles Nass auf Unterarmen, Gesicht und Nacken. Und für alle, die nachts nicht schlafen können: Hab letztens gelesen, man soll eine Wärmflasche quasi umpolen und als eisgekühlte Kälteflasche mit ins Bett nehmen.
  • Räume kühl halten! Nur in der Früh und am Abend lüften, dazwischen Rollos herunter. Wenn man tagsüber außer Haus ist, mag das daheim ja ganz nützlich sein. Im Büro komm ich mir allerdings vor wie im Strafbunker, was für die Motivation nicht gerade hilfreich ist. Weitaus besser: Wenn zwischendurch der Eismann kommt.
Mittlerweile sind wir doch eh schon recht hitzefest – bei dem Hitze-Fest, oder? Ich bin mal gespannt, ob die 40°C-Grenze dieses Jahr wirklich noch geknackt wird.

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Eine Reaktion zu “Hitzefest”

  1. Bine

    … meine Bettflasche (mit warmen Wasser) kommt auch schon seit fast zwei Monaten nicht mehr zum Einsatz.. und das soll was heißen!

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