Man wird mit überdimensionierten, dicken Nadeln punktiert, ist nachher mitunter schwindelig und etwas schwach auf den Beinen, darf dann mit einem dicken Pflaster auf der bläulichen Armbeuge herumlaufen und ist um keinen Cent reicher. Wahrlich, für Weicheier, Ästheten und all jene, denen beim Anblick des roten Zeugs übel wird, wenn es nicht wie gewohnt in den Adern pumpt, ist Blut-Spenden kaum die passende Freiheitbeschäftigung.
Wer ganz tapfer ist, bekommt nach der Blutspende aber vielleicht ein Eis oder einen großen Lutscher. Auf jeden Fall hat man als Arbeitnehmer Anrecht auf einen Ruhetag, um sich gründlich von den Strapazen (eine Stunde auf der Krankenhauspritsche liegen und nichts tun) zu erholen. Und regelmäßige Gratis-Blutuntersuchungen auf alle möglichen und unmöglichen Krankheiten gehören natürlich auch dazu. Was aber noch weitaus wichtiger ist: Blut-Spenden rettet Leben! Dabei handelt es sich nicht um einen hohlen Werbeslogan der Pharmaindustrie, sondern um ernste Wahrheit. Würden bei Blutspenden in Südtirol nicht jährlich an die 26.000 Blutspenden eingehen, wären die heimischen Krankenhäuser wohl kaum in der Lage, Unfallopfer, Transplantations- und Krebspatienten und zahlreiche andere, die auf die lebensnotwendigen Transfusionen angewiesen sind, entsprechend zu versorgen.
Sein wertvolles Blut hergeben kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 65 Jahren, der mindestens 50 kg auf die Waage bringt. Gespendet wird normalerweise rund ein halber Liter der roten Flüssigkeit. Das mag auf den ersten Blick vielleicht nach erschreckend viel klingen, vor allem wenn man sich das bildlich vorstellt, aber keine Angst: Körperliche Beeinträchtigungen muss der edle Spender nicht befürchten, der größte Bestandteil des Blutes – das Blutplasma – bildet sich in wenigen Tagen neu und die Blutkörperchen sind spätestens nach einigen Wochen wieder auf dem ursprünglichen Stand. Ein lebensrettender Rohstoff in Rot, der automatisch nachwächst.
Der heutige 14. Juni ist Weltblutspendertag: ein guter Anlass, um Blutspender zu werden oder als solcher weiter zu machen. Sterile Nadeln, Pflaster und Blutsäcken liegen in allen Sektionen von AVIS (Vereinigung der freiwilligen Blutspender) in Bozen, Schlanders, Brixen, Sterzing und Bruneck bereit. Ich glaub, ich melde mich auch an. Wenn ich den Mut dazu aufbring…
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Am 15. Juni 2010 um 09:18 Uhr
Wenns mi et jedis Mo umhaudn tat…
Am 15. Juni 2010 um 09:24 Uhr
Des isch iz net sehr ermunternd! I war iz kurz dovor giwedn, mi zu meldn, weil di Bine gsogs hot, sie geht mit und tut Handl hebn
Am 15. Juni 2010 um 10:43 Uhr
@steffi – gegenseitig hebmo handl
Am 15. Juni 2010 um 10:46 Uhr
Sel isch an Ongebot! Termin für die Erstuntosuchung isch zwor no weit weg, obo immerhin steata! Und nor wermo schun berichtn, wie “umwerfnd” Bluit-Spendn wirklich isch…