Lebertran

Der Senf von Michi A Hetz muss sein Kommentar hinzufügen

Aus gesundheitlichen Gründen würge ich seit 3 Tagen jeden Morgen nach dem Frühstück einen Teelöffel Lebertran herunter. Das deshalb, damit ich nicht verkalke.

Am Freitag wurde mir vorhergesagt, dass ich in 20 Jahren an einem Herzinfarkt sterben werde oder zumindest Arthrose oder sowas in die Richtung kriege. Prognostiziert hat mir das ein Frisör aus Deutschland, der im Kopfhaar nicht nur hübsche Frisuren, sondern auch Ausdruck des gesundheitlichen Befindens seiner Kunden-Schrägstrich-Patienten sieht.

Der Frisör hat mich eine halbe Stunde lang über die Ursachen eines winzigen Flecks am Kopf aufgeklärt, mir dann mein Todesurteil ausgestellt und um es abzuwenden, Lebertran verordnet. Warum das ganze? Ehrlich gesagt habe ich es wieder vergessen. Es geht um Vitamine, Calcium und so. Alles andere habe ich schon beim Verlassen des Salons vergessen.

Nun gut. Lebertran. Jeden Tag. Nach dem Frühstück. Glückliche Nutella-Laune augenblicklich weg. Stattdessen grauslichster Fischgeschmack im Mund. Und dafür wiederum ein neues Shampoo samt Adstringenz und eine handgemachte Wunderbürste, mit der ich jeden Morgen mein Haar 100 mal bürsten darf. Und das mit dem Kopf zwischen den Beinen und vom Nacken Richtung Stirn. Die perfekte Stellung wenn man vor lauter Lebertran mit dem Kopf über der Kloschüssel hängt!

Nana! Alles halb so schlimm. Das sind einfache Maßnahmen um in 20 Jahren nicht den Lebertranteelöffel abgeben zu müssen. Obwohl ich den am liebsten jetzt schon weggeben würde. Dann aber,  das rät mir meine 11jährige Schwester, “schaugsche hott, dasse die nächsten 20 Johr a Hetz hosch.” Mach ich, Kleine!

PS: Hab eben gelesen, dass Lebertran für gute Laune sorgen soll. Naja, lass mich gerne noch überraschen!

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4 Reaktionen zu “Lebertran”

  1. Bine

    … wo gibs den lebertran :) donn seinmo beada luschtig ban orbatn!

  2. Meixga

    Wenna schun so grauslig schmeckt, kannaschn jo rachn …

  3. makke

    i saufn ex:-)

  4. Das schlechte Gewissen | Suedtirol Blog

    [...] leben“ geschrieben, diskutiert und auch Verschiedenes ausprobiert. Wir erinnern uns an Michi, die Lebertram zu sich nahm, um länger zu leben und an Bine, die nicht weniger länger wie Michi leben wollte und [...]

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