Neonazi-Szene in Südtirol – Aktion „Odessa“
Der Senf von Bine Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen
Wie bereits in den letzten Tagen von den Medien berichtet, wurden 17 Rechtsextreme zwischen 17 und 27 Jahren im Raum Meran verhaftet und 50 Wohnungen mutmaßlicher Neonazis durchsucht.
Wie so viele Südtiroler in den letzten Tagen, stellen wir uns auch im Büro die Frage, was Jugendliche dazu bewegt in der rechten Szene Wurzeln zu schlagen. Auf jeden Fall ist das Einschreiten der Polizei zu begrüßen, vor allem aber ist das Problem endlich an die breite Öffentlichkeit gelangt und somit diskutierbar.
In den Medien berichtet man von geheimen Treffpunkt in einem abgelegenrn Waldstück in Saltaus, von Schlagstöcken, Schlagringen, Propagandamaterial, Messer mit Nazisymbolen, „Südtirol bleibt Deutsch“, Banner … um nur kurz ein paar beschlagnahmte Objekte zu nennen, welche sich jetzt in der Bozner Quästur befinden. Die 17 Jugendlichen befinden sich jetzt in Haft. Von Staatsanwalt Cuno Tarfusser werden sie als gefährlich eingestuft, sie haben Kontakt mit rechtsextremistischen Organisationen im Ausland und sind bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
Antifa – Kein Bock auf Nazis
Am anderen Ende gibt es eine Gegenstimme zur lokalen Neonazi-Szene – die Antifa Meran. Sie versuchen die Bevölkerung zu mobilisieren und mit grundlegende Aufklärungsarbeit zur Szene zu unterrichten. Eine Gruppe von Jugendlichen mit idealistischen Zielen, eine gewaltfreie Gruppe, welche mit Kundgebungen die Bevölkerung wachrütteln möchte. „Die jugendliche Gegenstimme“ heißt es in der ff vom 24. April 2008.
Gut, dass es solche Organisationen wie die Antifa gibt, die sich gewaltfrei mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandersetzen. Schlecht, dass auch wir selber bei hirnlosen Ausländerwitzen mit lachen. Wir müssen uns alle mal an die Nase fassen. Scheinheiligkeit nutzt auch nix. Auf der Plattform www.antifa-meran.org wird informiert und aufgedeckt!
Tags: Meraner Land



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