Nimm 2!

Der Senf von Michi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Wenn Ihr wüsstet, was ich vorletzten Freitag mitgemacht habe! Damit Ihr es wisst, erzähl ich’s Euch jetzt, weil letzte Woche war ich in Urlaub.

Ich hab mir schon vor ein paar Monaten in den Kopf gesetzt eine Katze als Haustier zuzulegen. So ein kleines nettes Kätzchen, das lieb miaut wenn ich nach Hause komme und mit dem die Nachbarskinder untertags spielen können. Schöne heile Katzenwelt eben.

Besagten Freitag war es dann soweit und eine Arbeitskollegin einer Freundin einer Arbeitskollegin brachte mir um 8 in der Früh nicht nur das versprochene Kätzchen, sondern gleich auch das weitaus neugierigere Schwesterchen mit. Jetzt stand ich da mit einem schweren Körbchen voller Katzen, von denen eine immer fauchte und die andere provokativ rausschaute. „Nimm la boada,” sagte dann wiff die Arbeitskollegin einer Freundin einer Arbeitskollegin und setzte nach: “I hons et ibos Herz gibrocht de vanondo zi tian.” Super, weil ich das kann!


So hab ich notgedrungen und ungewollt die zwei Viecher mit nach Hause genommen und sah sofort, warum das Körbchen so schwer war: das eine Kätzchen hat sich derart Winterspeck angefressen, dass es so viel wog wie eine Große! Die hat sich dann auch gleich mit ein bisschen Futter aus dem Körbchen locken lassen, das sie ratzeputz verschlungen hat, dann aber wieder zu ihrer weitaus weniger verfressenen Schwester zurück in den Korb ist. Die ist gar nicht herausgekommen, sondern hat mich immer nur böse angeschaut.

Da dacht ich mir, gscheider 1-2 Stunden raus gehen und die Katzen die Wohnung entdecken lassen. Gesagt, getan aber dann wieder zurück in der Wohnung – keine Spur von den Katzen. Fetti, so hab ich die Verfressene gleich getauft, lies sich wieder mit ein bisschen Futter locken, die andere blieb verschwunden. Nicht mal das laute Heulen von Fetti hat sie aus ihrem Versteck holen können, das arme Tier ließ sich nicht mehr blicken.

Fetti hingegen wurde gleich ein wenig zutraulicher. Sie schnurrte und pupste und schlief später herzhaft schnarchend ein, das kleine fette Monster. Während dem Verdauungsschläfchen hab ich die Wohnung auf den Kopf gestellt um das zweite Vieh zu finden und nach (ohne Scheiß!) 3 Stunden Suche hab ich sie unter der Eckbank ganz hinten unter den Küchenkastlan entdeckt. Besser gesagt, hab ich die Augen leuchten sehen. Richtig antrisch.

Als Fetti kapiert hat, dass ich ihre Schwester gefunden habe, hat sie wieder mit Heulen angefangen und sich wiederum nur durch Fressen und Streicheln beruhigen lassen. Die andere blieb für mich unerreicht und wär wohl heute noch da hinten, wenn ich nach dem gescheiterten Rettungsversuch von der Arbeitskollegin einer Freundin einer Arbeitskollegin nicht die Leiste unter den Küchenkästen herausgerissen hätte und die Katze mit Skihandschuhen am Schwanz herausgezogen hätte. Das hat das verstörte Tier ganz schön sierig gemacht und als ich sie ins Körbchen tat und es zusperrte hat sie nur mehr gefaucht, während Fetti zu Höchstform auflief und ihr Schwesterchen so sehr bewachte, dass sie sich nicht einmal mehr mit Futter weglocken ließ.

Dann war‘s um mich geschehen. 8 Stunden lang war ich Katzenmama einer verfressenen, übergewichtigen, schnarchenden (und pupsenden) Katze und ihrer verschreckten, versteckten und fauchenden Schwester. Nach den 8 Stunden hab ich die beiden wieder zur Arbeitskollegin einer Freundin einer Arbeitskollegin gefahren und sie zurückgegeben. Sie hat mich verstanden. Ich konnte die kleinen großen Tierchen auch nicht trennen.

Und die Moral von der Geschicht‘: Wer neues Katzenspielzeug, Katzenfutter jeglicher Machart, Katzenklo und Katzenstreu braucht, soll sich hier melden. Ich hätte da eine Menge billig abzugeben, weil von Katzen hab ich für die nächste Zeit mehr als genug. :)

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3 Reaktionen zu “Nimm 2!”

  1. Bine

    Die Moral der Geschicht: wer ein kleines liebes schnurrendes Kätzchen zu Hause hat, welches eine neue Mammi sucht – hier könnte man es abgeben ;)
    Lg
    deine Arbeitskollegin

  2. Hanspeda

    wie jetzt. Nix mehr mit Katzen? :)
    …sind sowieso unnütze Viecher – ungefähr wie Hunde…

  3. michi

    Bingo, ich bin fertig mit den Viechern. Obwohl: nett san se schun!

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