Notrufnummer-Socken

Der Senf von Steffi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

Heute Morgen habe ich sie wieder im Radio gehört, die Werbung von den Notrufnummer-Socken. Ja, ganz recht: Socken mit Notrufnummern. Sonst recht gewöhnliche Freizeitsocken zum Wandern, Skifahren oder wozu man sie auch sonst anziehen mag, aber eben mit eingewebten Notrufnummern auf den Fußspitzen.

Produziert und beworben werden die Notrufnummer-Socken von einem vermeintlich vifen Sportgeschäft in Sand in Taufers. Auf den ersten Blick klingt die Idee ja gar nicht schlecht. Schließlich bringen, so Bergretter und andere Hilfskräfte, viele Menschen in Extremsituationen selbst die einfachsten Zahlenkombinationen nicht mehr zusammen. Zum Glück war ich noch nie in einer wirklichen Notlage (klopf auf Holz), mir würde es da garantiert nicht anders gehen.

Wenn mir jedoch vor lauter Stress, Angst und Aufregung die 118 nicht mehr in den Kopf kommt, erinnere ich mich dann daran, dass die drei Zahlen vielleicht auf meinen Socken stehen? Oder waren das die, die ich gestern anhatte? Stell dir vor, irgendwo brennt es lichterloh, man gerät mitten in einen Unfall, der Gefährte kommt unter eine Lawine oder man verletzt sich selbst… Fällt es mir dann ein, die Schuhe auszuziehen?

Wir können uns die Notrufnummern auch auf die Unterhose sticken. Oder auf die Stirn tätowieren und hoffen, dass dann gerade ein Spiegel zur Hand ist. Nein, im Ernst. Das Ganze klingt zwar erst einmal recht nützlich, ob es das dann aber wirklich ist… Ich würde eher sagen: Gut gemeint und schlecht getroffen.

Manche Leute haben einen Aufkleber mit den Notrufnummern auf der Rückseite des Handys kleben oder die Nummern gleich im Mobiltelefon gespeichert. Das ist sicher nicht verkehrt…

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