Das Bilderrätsel ist – schätz ich – aufgelöst. Ja, das Wirschtl vom Wurschtwalter ist mein kleiner Finger, der jetzt gar nicht mehr so klein ist. Nein, die Schiene und der Gipsverband haben ihm zu gigantischen Dimensionen verholfen. Dabei hat ja alles so harmlos angefangen und wäre wahrscheinlich immer noch harmlos, wenn ich gar nie ins Spital gegangen wäre. Hier die Geschichte…
Also: begonnen hat mein Leidensweg vor sechs Wochen. Da war ich in Leogang beim Biken und mich hat’s über nasse Wurzeln geschmissen. Kleiner Finger tat wild weh. So bin ich in Zell am See ins Spital und man hat mir Hand und Finger eingegipst. Wieder in Bruneck, bin ich gleich wieder ins Krankenhaus und bekam nach dem Röntgen eine Schiene verpasst, mit dem Hinweis in zwei Wochen wieder zu kommen zum Röntgen. Zum Röntgen kam es dann nicht, es hieß: “Das wird schon passen. Komm in drei Wochen wieder.”
Gesagt, getan. So bin ich letzten Montag ins Krankenhaus und beim Röntgen fand man raus, das der Finger jetzt mieser aussah als beim Bruch, d.h. Gelenk noch falscher. “Do miss mo la operieren”, hieß es jetzt und tags darauf fand ich mich um 7 Uhr früh im Spital ein, wartete nüchtern bis halb 2 bis man sich meiner erbarmte, mir die Achsel für eine lokale Narkose zerstach, die nicht wirkte, mich zwei Stunden in Tiefschlaf versetzte und mir um 5 Uhr wieder wach, eröffnete, dass es jetzt noch schlimmer sei als zuvor. Super. So hat man mich tags darauf nochmal operiert mit dem Resultat, das ihr im vorigen Post gesehen habt.
Nun: bis 5. Dezember hab ich Krankenstand, ich muss noch eine Woche Antibiotika schlucken, damit sich meine insgesamt 7 Nähte, 2 Austrittslöcher samt Drähten und 1 Platte, die noch irgendwo raus schaut, nicht entzünden, ich darf beim Fitness nur Senioren-Übungen für die Beine machen um mich nicht zu überanstrengen und ich kann mich jetzt schon auf das Rausziehen von Drähten etc. freuen. Juhu.
Eins ist fix: breche ich mir nochmal einen Finger beim Downhillen, sieht mich garantiert kein Krankenhaus.
Nachtrag: Obwohl ich dazu sagen muss, dass man mich sonst im Krankenhaus mehr als gut behandelt hat. Blöde Fehler können passieren und ich bin froh über die gute Behandlung. Bin sicher, dass ich bald wieder fit bin!
Andererseits: ich bin schon eine dumme Nuss und lamentiere mich hier, während es anderen viel schlechter geht. Zum Beispiel Tara Llanes, die sich letztes Jahr bei einem Mountainbike Cross-Rennen fünf Wirbel brach und seitdem querschnittgelähmt ist. Good luck, Tara, keep on fighting!!
Tags: Mountainbike



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