Provinz meets social networks

Der Senf von Steffi A Hetz muss sein Kommentar hinzufügen

Alles was Rang und Namen hat, jeder der etwas auf sich hält oder der gerne hätte, das andere etwas von ihm halten. Egal ob Einzelmensch, Gruppe, Musikband, Verein oder Veranstaltung. Ohne die “sozialen Netzwerke” kann heutzutage keiner mehr leben. Zumindest nicht richtig. Nicht einmal mehr unsere Landesregierung.

Per Presse-Aussendung hat man gestern verkündet: “Wer über das Geschehen in Landesverwaltung und -regierung auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann dafür ab sofort die neuen Kommunikationskanäle und sozialen Netzwerke nutzen.” Super!

Gesetzesänderungen und -vorschläge, Reformen, gute und weniger Ideen, Bilanzen, Haushalts- und Finanzpläne, wohl auch Infos zu Wahlen und Volksabstimmungen, kurzum: alle News aus dem Politzentrum des Landes gibt es ab jetzt via Facebook und Twitter. Wer dann noch immer nicht genug hat, schaut sich die Videos zu Winterreifenpflicht, klinischer Reform und sonstigen Beschlüssen der Landesregierung auf YouTube an.

Man will damit die politisch desinteressierte Jugend ansprechen. Modern und innovativ rüberkommen. “In” sein. Alles schön und gut. 92 “gefällt mir” hat es seit dem ersten Pinnwandeintrag am 13. Oktober eingebracht sowie knapp 50 Aufrufe auf YouTube. Würd mich mal interessieren, wer diese Wahnsinnsidee hatte. Der Theiner vielleicht, weil er fürs Sozialwesen zuständig ist? Bizzo, der Landesrat für Innovation und IT? Oder doch der Landeshauptmann höchstpersönlich. Offiziell, weil man mit der Zeit gehen und das Informationsmedium Nummer 1 nutzen muss. Inoffiziell, weil er gern sehen möchte, wer ihm die Freundschaft anbietet. Und wer nicht.

Links zur Südtiroler Landesregierung im “social network”:

Tags:

AddThis Social Bookmark Button

2 Reaktionen zu “Provinz meets social networks”

  1. vega

    Liebe Steffi,
    grundsätzlich ist festzuhalten, dass hier ein riesengroßer Schritt getan wurde, indem von der öffentlichen Verwaltung und von der Politik (i.e. die Regierungspartei; die anderen nutzen ja alles schon länger) soziale Netzwerke und Twitter/Youtube als moderne und seriöse Kommunikationsformen anerkannt wurden :-)
    Inwieweit es sich dann nur um Lippenbekenntnisse handelt oder ob die Kommunikationsformen auch ihrem Wesen entsprechen zur Interaktion genutzt werden, wird sich ja bald zeigen (und davon hängt auch ihr Erfolg ab). Zurzeit deutet ja noch nichts darauf hin: Kommentarfunktionen sind deaktiviert (update: auf Facebook jetzt aktiviert), auf Twitter herrscht Einwegkommunikation (man folgt selbst niemandem, man reagiert nicht auf Feedback). Hin zu dem, was im Gegensatz dazu die Landesmeteorologen auf FB und Twitter bieten, ist es noch ein weiter Weg. Aber was nicht ist, kann ja noch werden :-)
    Gruß, vega

  2. Steffi

    Da hast du sicherlich recht. Der erste Schritt ist getan, was dann tatsächlich daraus wird und wie es auch angenommen wird, muss sich zeigen.

Einen Kommentar schreiben

Suedtirol.com