In St. Lorenzen im Pustertal wird ja gerade an einer neuen Umfahrung gebaut. Ein Teil der Strecke geht durch den Felshügel, auf dem seit mehr als 1000 Jahren das Kloster Sonnenburg steht, das heute als Hotel geführt wird.
Schon im Vorfeld des Tunnelanstichs gab es jede Menge Diskussionen. Schon vor zwei Jahren warnte die Plattform Pro Pustertal, die Grünen und Bürgerlistler vor negativen Folgen an den alten Gemäuern, hervorgerufen durch die Vibrationen bei den Sprengungen und beim Durchzugsverkehr.
Die Warnungen wurden nicht wahrgenommen. Letzte Woche wurden romanische Fresken in der Krypta durch die Sprengungen beschädigt, der Bau wurde daraufhin kurzfristig eingestellt. Nur kurzfristig, denn es soll so bald als möglich weitergehen. Schließlich seien nur “kleinere Schäden” (laut Landespresseamt) entstanden, vor allem weil die Vibrationen der Sprengungen weitaus unter der gesetzlichen Norm gewesen seien.
Da frag ich mich doch, was wäre gewesen, wenn man die gesetzliche Norm genau eingehalten hätte? Hätte man die ganze wunderschöne Krypta in Schutt und Asche gesprengt? Wie soll es weitergehen? Man will ohne Sprengungen den Tunnelbau vorantreiben. Ok. Aber wie sieht es aber mit den Vibrationen aus, die die Autos und Lastwagen beim Durchfahren verursachen? Die sind so stark, dass in Innsbruck bereits ähnlich alte Baudenkmäler beschädigt wurden, welche von einem Tunnel untergraben sind.
Aber Hauptsache weitergraben und das Projekt durchziehen. Ob es überhaupt jemand will oder nicht ist egal, genauso egal wie Beschädigungen an Kulturdenkmälern Frei nach dem Motto: Sprengen wir die Sonnenburg!



Am 16. Februar 2009 um 21:19 Uhr
Genau! Sprengen wir die Sonnenburg , aber lassen wir Bauten wie das faschistische Siegesdenkmal stehn, denn das ist erhaltenswert und Kulturdenkmäler sind eh wertlos…!!!
Am 17. Februar 2009 um 08:57 Uhr
Isch des die Umfahrung wos inne Richtung Vigil gien soll odo? (sorry, bin echt seltn in der Gegend do unt
Am 17. Februar 2009 um 09:21 Uhr
Gonz genau Wolfgang. Do werd durchn Berg gebohrt, noar kimp a riesige neue Brücke und beim Klosterwold vorbei geahts nocha Richtung Gadertol. A mortz Projekt!
Am 17. Februar 2009 um 12:24 Uhr
und is beschte isch, man spreng ohne übohaup die bevölkerung zu verständigen. de hauts jo olla von die potschn ausa! obo wio du schun gsog hosch – hauptsoche durchziochn und weita ohne kompromisse
Am 17. Februar 2009 um 16:39 Uhr
aupassn af die sonnenburg aber ja zu heliskiing!!!!!
Am 17. Februar 2009 um 16:49 Uhr
Da versteh i den Zusammenhang jetzt nicht wirklich…
Am 24. Februar 2009 um 15:29 Uhr
Suppo, spreng die Sunneburg… Isch jo egal dass domit ibo 1000 Johr Gschichte hingimocht wearn und a wundoschians Platzl oanfoch ibofohrn wert. Mir oanfocha Leit hom do jo eh nix zi sogn und di suppogscheidn Politika hom jo sowiso olbn recht, ah wennse di meiste Zeit an Scheiss redn…
Am 1. Juni 2010 um 08:18 Uhr
Ah, jetzt weiss ich auch die kleinen “Quecksilber-Staberl” mit Sender einzuschätzen, die in der Sonnenburg über alle Risse geklebt sind. Risse und diese Sensoren habe ich auch im Dorf gesehen, beispielsweise an Kirchlein St. Johann im Spital. Übrigens: Ich war von der Atmosphäre im Hotel begeistert!