Tag der Langsamkeit – gibt’s in Südtirol leider nicht
Der Senf von Michi A Hetz muss sein Kommentar hinzufügenDurch Zufall habe ich heute von einer Kollegin erfahren, dass es einen Tag der Langsamkeit gibt, einen Day of Slowliness, eine giornata mondiale del ritmo dolce. Und ratet mal wann dieser Tag ist: genau, heute, am 25. Februar.
Ich weiß ja nicht, hab nur ich nichts von diesem Tag gewusst? Der Corriere della Sera berichtet online, dass Mailand zur Hauptstadt dieses speziellen Tages ausgerufen wurde und dass in New York gerade ein dreitägiges Festival Of Slow Living stattfindet.
Nun, in deutschsprachigen Medien ist mir in den letzten Tagen nichts von einem “Langsamkeitstag” zu Ohren gekommen. Vielleicht liegt das daran, dass die straffe und stressgeprägte Leistungsgesellschaft in Deutschland, Österreich und auch Südtirol höchstens noch im Urlaub was von Langsamkeit hören will und auch da noch nervös wird, wenn beim Sessellift mal fünf Minuten zu warten sind. Man könnte ja was versäumen.
Schade, dass in Südtirol keine Stadt dem Vorbild von Mailand, New York, London, Rom, Trient, Ferrara, Lyon oder Jaipur folgt. Es täte uns angesichts des Touristenrummels auf den Skipisten und des Verkehrschaos gut, alles mal etwas langsamer anzugehen und nicht auch noch im Privatleben immer der oder die Beste sein zu wollen.
Die Initiativen zum Tag der Langsamkeit können sich sehen lassen: slow-marathon in Rom, bed-ins in London und Lesungen der “Divina Comedia” in Mailand. Und in Südtirol: munday, munday wie er im Buche steht.
Übrigens: die Italiener haben den Tag der Langsamkeit erfunden.



Am 25. Februar 2008 um 17:00 Uhr
Ach bei mir geht’s an jeden Montag ein bisschen langsamer, als an anderen Tagen, da brauch ich keinen, wie heißt er nochmal “Langsamkeitstag”. Aber er täte unserer Gesellschaft sicherlich gut – Watten in den Einkaufsstraßen
Südtirols.
Am 25. Februar 2008 um 17:06 Uhr
Genau, das wär doch was, gemütlich in der Sonne sitzen und watten. Lieber aber auf der Terrasse einer Skihütte als in den Einkaufsstraßen!