Tiefschneetage auf der Marmolada

Der Senf von Michi Alltagsgschichtn Kommentar hinzufügen

powder-03.jpgWas habt Ihr am Wochenende gemacht? Den Ponte genutzt um beim Gardasee zu klettern oder zu surfen, das Mountainbike sommerfit gemacht und die erste Tour gestrampelt? Garten umgestochen und Salat gesetzt? Ich hab Winter gefeiert. Wie er schöner nicht sein könnte.


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Während andere am Brückentag schön ausgeschlafen haben, sind wir um 6 Uhr in der Früh Richtung Marmolada aufgebrochen. Aus gutem Grund: der Regen Anfang letzter Woche hat über 2000 m 30-40 cm Neuschnee gebracht und außerdem hatte beim Passo Fedaia ein antiquierter Korblift offen, der uns auf eine gute Ausgangsposition von 2600 m brachte. Eine gute Stunde Fußmarsch später und wir waren auf der Punta Rocca.

powder-021.jpgDie Aussicht auf die Dolomiten war fantastisch, das Wetter perfekt undder Schnee in feinster Pulverform. Und das Anfang Mai! Die Abfahrt war purer Genuss und im weiten Gelände der Marmolada Nordseite noch viele Hänge unverspurt. 600 Höhenmeter Aufstieg und mehr als 1200 Höhenmeter Abfahrt. Was will man mehr! Später sind wir nur noch mit dem Korblift hoch und sind von dort viele Varianten gefahren, immer auf der Suche nach ein paar unverspurten Hängen.

powder-04.jpgUnd weil‘s so schön war, sind wir tags darauf wieder Richtung Marmolada aufgebrochen, noch motivierter als am Tag davor, weil wir noch von sagenhaften Hängen wussten, wo noch kein Tourengeher seine Kurven hinunter gewedelt hat. Also wieder Start um 6 Uhr, um 8 Uhr mit dem Korblift hinauf und 600 Höhenmeter weiter zur Punta Rocca. Dort haben wir uns rechts gehalten und ich hab die Abfahrt meines Lebens hingelegt. Der Pulver stieb bei jeder Kurve, die Tourengeher, die nach oben liefen, schauten nur so. Vor allem als Makke einen Drop In über eine Wechte machte und mit nur 3 Schwüngen zu mir kam, wo die Tourengeher mindestens 20 Kurven hingelegt hätten. Wahnsinn! Übrigens hatte ich den zweitgrößten Radius. Nur so nebenbei, um ein bisschen anzugeben.

Unten bei der Talstation haben wir schön gerastet uns kurz angesehen, gelacht und ratzeputz ging‘s wieder nach oben und zu Fuß weiter zu Punta Rocca. Dort fanden wir wieder gänzlich unverspurte Hänge, zum Plärren schön!
So, genug geschwärmt: schaut Euch die Bilder an. Das ist tausendmal besser als Lesen!


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9 Reaktionen zu “Tiefschneetage auf der Marmolada”

  1. Mü

    In Sibirien wär das ganze Jahr über Winter :) Am Samstag habe ich meine Skihosen und Jacke endlich verstaut. Die Skischuhe auf hochglanzpoliert und ebenfalls gut deponiert. Ich freu mich schon “gewaltig” auf den Bergsommer… und habe auch schon damit angefangen zu Fuß (ohne Ski) die ersten Gipfel zu erklimmen!

  2. winterforever

    i hoff dass endlich wiedo die eiszeit zrugkimp, die feggilan auhearn zi pfeifn und die buschn komplett dofrirn!
    dofir schnea und schnea und nomo schnea! nix frühlingsgefühle! haha!

    the summer has been canceld, darkness comes around, powder is forever!!!!!

  3. Georg

    Jeden sonntag auf den berg, mit hund, ob winter oder sommer, das ist einfach das schönste.
    Abseits von bekannten touren und steigen, wo kein rummel und keine touristen anzutreffen sind. Nur die natur geniesen und den hund beobachten wie er die welt erschnüffelt, frei und ohne leine.
    Im winter immer zu fuß, ist schon manchmal schwer, mit den tourenski rauf würd ja noch gehen, doch dann runtersaußen und der hund durch den tiefen schnee! … nein das tu ich ihm nicht an.

  4. michi

    Ja mit Hund ist man doch etwas eingeschränkt beim Wandern oder Tourengehen im Sommer. Ich hab ja keinen, Gott sei Dank, der Hund hätte es allein in meiner Stadtwohnung nicht wirklich schön und wenn ich ganz ehrlich bin und das meine ich gar nicht böse, ich kann nicht immer ganz nachvollziehen, wie man so einen großen Bezug zu einem Hund herstellen kann. Ich meine, sogar Kinder lässt man irgendwann ab einem gewissen Alter mal zu Haus und zieht alleine los… Kann mir das mal wer erklären? Versteh ich die Bindung Mensch-Hund einfach nicht?

  5. Georg

    Hm michi,
    kinder sollte man nicht mit einer beziehung zu einem hund in verbindung bringen, auch andere beziehungen zwischen menschen (geschwister, freunde, eltern usw.) sollte man nicht mit einer beziehung zu einem hund (oder pferd, katze usw.) bringen.
    Beziehung zu einem tier ist etwas anderes, voraussetzung ist zuerst, dass man tiere im allgemeinen mag, schätzt und als teil dieser welt, so wie wir auch, respektiert.
    Das umfeld sollte für ein tier schon passen.
    Schafft man sich dann z.b. einen hund an, gibt sich mit ihm ab, achtet sein wesen, dann wird daraus etwas ganz besonderes.
    Der mensch erinnert sich wieder seiner wurzeln und woher er gekommen ist.
    Das tier gibt dir wieder das einfache zurück, da das tier selbst mit sehr wenig zufrieden ist und das kann dir die heutige welt nicht geben.
    Die welt fordert jede minute vor dir etwas, das tier nicht, es gibt.

  6. michi

    Schöne Gedanken, die du da niederschreibst. Wie gesagt, ich kann das nicht ganz nachvollziehen, weil ich selber keine Tiere habe. Da hättest du mit meiner Kollegin Bine die richtige Ansprechpartnerin. Sie ist die gleiche Hundenärrin wie du!

  7. admin

    Oh danke Michi, ja Hunde sind auf jeden Fall ein großes Hobby von mir und mein Hund Roby hat es sicherlich gut bei mir. Georg, dir würde ich raten dich nicht zu sehr einzuschränken. Einem Hund fällt es nicht schwer durch den Tiefschnee zu laufen. Ist zwar anstrengend aber es hält ihn in Form. ManN/Frau sollten nicht Schuss runter fahren und ihm immer wieder eine Pause genehmigen, dann ist es auch für den Hund lustig. Natürlich sollte der Vierbeiner gesund sein!

  8. Dietmar

    Tolle Bilder von der Marmolada! Meine Schwester war vor ein zwei Wochen auch dort droben. Sie behauptet man bei klarer Sicht (und sie hatte scheinbar klare Sicht) sogar das Meer sehen! Einen Fotobeweis hat sie leider keinen mitgebracht…

  9. Sommer in Südtirol: Temperaturen im Büro

    [...] bin ja ein Winterfan. Ich liebe Skifahren und guten Schnee. Aber auch den Sommer mag ich. Da kann man auf den Berg gehen, radeln oder klettern. Nur arbeiten, [...]

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