Von schwarz-gelben Träumen

Der Senf von Steffi Für zache Hund Kommentar hinzufügen

Es wäre auch zu schön gewesen: Hockeymeister HC Pustertal. Bis zum bitteren Ende hab ich ausgeharrt und gehofft, die Weiß-Roten verflucht, mich blau und gelb geärgert… Doch es hat einfach nicht sein sollen. Der Traum vom schwarz-gelben Triumph ist geplatzt. Endgültig aus und vorbei.

Foto: HCP/iwan foppa

Vielleicht war die Zeit einfach noch nicht reif. Vielleicht haben sich die Wölfe den Einzug ins Finale mit ihren schwankenden Leistungen in den letzten paar Spielen auch gar nicht verdient. Vielleicht hat ihnen letztendlich das nötige Selbstvertrauen, die Ausdauer oder auch das letzte Quäntchen Glück gefehlt.

Eigentlich ist es mir egal, woran es gelegen hat, dass der HCP auch in dieser Saison nicht nach den Meisterwürden greifen kann. Aber schade ist es. Sehr schade! Dabei hat es zwischendrin für die Brunecker mal so gut ausgeschaut, mit wohlverdienter Tabellenführung und einem Wahnsinns-Punktevorsprung in der Vorrunde. Damals haben wir zu träumen begonnen. Leider unerreichbare schwarz-gelbe Träumereien, wie sich herausgestellt hat.

Trotz aller Enttäuschung am Ende sollten wir mit den Wölfen jedoch nicht gar so hart ins Gericht gehen, wie es so manch zorniger Hockeyfan gerade tut. Schließlich haben uns Sirianni, Desmet, Oberrauch & Co. die ganze Saison hindurch doch bestens unterhalten, oder?! An perfekten Torszenen hat es ebenso wenig gefehlt wie an schön gespieltem und spannendem Hin und Her vor der Kiste – und der einen oder anderen hitzigen Rauferei. Nirgendwo anders war der eisige Sport ein derartiger Publikumsrenner wie in Bruneck, nirgends war die Stimmung in einer Eishalle heißer – und das bei zum Teil beißenden Minusgraden und rauen Winden, die durch das halboffene Rienzstadion gepfiffen haben.

Ich mag gar nicht zusammenrechnen, wie viel Zeit wir in der Eishalle verbracht und wie viel Euros wir dort zurückgelassen haben. In der Vorrunde wie in den Playoffs haben wir kaum ein Heimspiel ausgelassen, jedes Mal rund eineinhalb Stunden vor Anpfiff auf den vollbesetzten Rängen ausgeharrt und uns mit literweise Tee mehr schlecht als recht warm gehalten, trotz aller nur erdenklichen Wärme-Tricks vom 5-Schichten-Zwiebelsystem bis hin zu heißen Wärmepflastern für die Zehen….

Und trotzdem hat es sich gelohnt. Irgendwie. Deswegen: Nicht traurig sein! Die nächste Saison und damit die nächste Chance auf den Meistertitel kommt bestimmt – auch für die Schwarz-Gelben!

In der Zwischenzeit werd ich wohl am ehesten den Rittner Buam die Daumen drücken (aber nur ein kleines bisschen). Wenn schon einer Hockeymeister werden muss, dann bitte sie.

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Eine Reaktion zu “Von schwarz-gelben Träumen”

  1. Steffi

    Es kommt immer anders als man denkt. Da haben wir es nun. Dass der diesjährige Hockey-Meister nicht Bozen heißen würde, wussten wir schon lange. Dass es die Brunecker nicht sein würden, haben wir mittlerweile auch verdaut. Aber dass es schlussendlich nicht die feschen Rittner Buam werden, sondern “die mit dem Käse”…

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