Wann wird Downhill-Biken in Südtirol legal?
Der Senf von Michi Für zache Hund Kommentar hinzufügenAm Samstag war ich biken. So ganz unwürdig, weil ich keinen cm nach oben getreten habe, sondern nur nach unten gerattert bin. Ich weiß, das dürfte man nicht mal als biken bezeichnen… Downhiller und Freerider führen hier in Südtirol ein ganz schönes Schattendasein. So schattig und dunkel, dass ich mich nicht mal traue zu sagen, wo ich unterwegs war.
Warum? Vor zwei-drei Monaten erschien ja im Freeride-Magazin ein Extra über Freeridetrails in Südtirol, genauer gesagt über Trails rund um Bozen und Meran. Die Folge war, dass sich zum Beispiel bei Firmian auf einmal so viel Biker tummelten, dass sie die mühsam aufgestellten North-Shore-Strecken kaputt gefahren haben und dass bestimmte Seilbahnen rund um Meran sich nun weigern Biker samt Rad mit nach oben zu transportieren. Sie wollen schlicht und einfach keine Freerider und Downhiller.
Ich weiß nicht, was bei uns los ist. In Österreich, Deutschland, der Schweiz und Livigno etwa, peppt man die schwache Sommersaison in den Skigebieten mit professionellen Bikeparks auf. In Leogang zum Beispiel leben Wanderer und Biker ein harmonisches Miteinander: Trails gibt es für Biker und Wanderwege für Wanderer. Niemand ist sich im Weg, alles ist paletti und die Bahn generiert jede Menge Fahrten. Und dazu ist die Bahn am Bike-Verleih beteiligt und verdient sich somit noch mal was in die Tasche.
Stichwort Bikeverleih: von vielen wird Freeriden und Downhillen als nettes Kuriosum betrachtet, nicht als Sportart. Die fanatischen Uphiller denken sich: wozu so ein schweres Bike, damit kann man ja nicht mal aufwärts treten. Was sie nicht verstehen, ist, dass es eben rein ums Abwärtsfahren geht, um das lockere Überwinden von Hindernissen, um das Fahrbachmachen von Unbefahrbarem. Wer jetzt sagt, ja, mit meinem Hardtail komm ich auch überall gut runter, dem kann ich nur Bravo sagen.
Und ergänzen: mit 2,10 m langen, schmalen Holzskiern ohne Kanten von annodazumal komm ich auch einen Tiefschneehang runter, aber mir wird wohl niemand erzählen, dass das noch ein Genuss ist, wenn man richtig breite Latten mit Gegenspannung zum Vergleich hat! Die Welt dreht sich weiter, die Bikes auch und die Entwicklung geht eindeutig Richtung Downhill-Vergnügen. Und das nicht weil man zu faul ist aufwärts zu treten, sondern weil man einen Sport für sich entdeckt hat.
Es ist Zeit endlich ordentliche Bikeparks in Südtirol zu schaffen: Legalize Downhill!
Bild: preisroboter.de
Tags: Dolomiten, Eisacktal, Meran und Umgebung, Süden Südtirols, Tauferer Ahrntal, Vinschgau



Am 23. Juni 2008 um 17:02 Uhr
Ist das ein Specialized? Machen geile Bikes…
Am 24. Juni 2008 um 06:26 Uhr
wenn es parks gebe, dann würde niemand “illegal” andere wege benutzen und somit wanderer belästigen. wacht endlich auf und baut orgendtlich downhillstrecken auf die ohnehin bereits vermasselten skiberge!
Am 24. Juni 2008 um 07:10 Uhr
@flo: ja ein specialized, das bighit 2. Super Preisleistungsverhältnis, passt mir sehr gut!
@mü: eben: am Kronplatz zu Beispiel wäre ein Bikepark sicher umweltschonender als die Riedpiste…
Am 24. Juni 2008 um 10:49 Uhr
Downhill-Biken (bzw. Biken grundlegend)ist z.B. in Ischgl zu einem Tourismuszweig geworden siehe:
http://www.ischgl.at/de-downhill-touren-tirol.htm
…vielleicht kommt auch die Crontour auf die Idee??? Es wäre eine weiter Nische wo wir uns im Sommer positionieren können. Die Voraussetzungen wären da…
Und sind wir mal ehrlich. Sich immer nur als Wanderregion zu verkaufen wird auch langsam langweilig und eintönig. Grüne Wiesen, Berge und blauer Himmel bietet jeder in Südtirol
Am 24. Juni 2008 um 10:53 Uhr
Sag ich ja: und wenn wir ehrlich sind, gibt es weitaus schönere Wandergebiete als den Kronplatz oder? Der Kronplatz wäre prädestiniert für einen Bike-Park!! Die Leute müssten nur mal aufwachen bei uns. Ischgl ist ein gutes Beispiel
Am 24. Juni 2008 um 13:12 Uhr
es braucht mal neue ideen nicht immer das was andere schon machen, nachmachen… extremly cross golfing über den piz da perer oder so was, mal was neues…
Am 24. Juni 2008 um 15:32 Uhr
Genau! wie wär’s zum beispiel auch mit einer Kunstaktion? Seilbahnmasten von Künstlern oder Kindern anmalen lassen, damit sie hübscher aussehen und als Sehenswürdigkeiten gelten könnten.
Und zum Extremgolfen vom Piz da Peres-Gipfel: wer das Gipfelkreuz vom Derifinger trifft, hat gewonnen!!
Am 24. Juni 2008 um 16:59 Uhr
golf isch koan richtigo sport, la wos fir die gscheidn. downhill isch ehrlich , extrem und volong olls ou! ( jo i woass, bin vieleicht amo froah wenn is nogolf doschpiel..:-)
Am 25. Juni 2008 um 07:13 Uhr
Kunstaktion isch geil
– würde sich auch super verkaufen lassen. Familienskigebiet Kronplatz –> bemalte Skiliftständer von Kinder. Kinderfreundlicher geht es nicht oder?
Am 25. Juni 2008 um 07:22 Uhr
oder schnaggslurlaub mit andreas hofer (siehe Piefke Saga)
Am 25. Juni 2008 um 07:24 Uhr
sell isch wieder weniger kinderfreundlich…
obwohl: Kinder auf hohe Metalmasten kraxeln lassen mitten im Wald vielleicht auch nicht gerade kinderfreundlich
Am 25. Juni 2008 um 14:59 Uhr
bemalte gondeln wäre echt klasse, oder abseiling von den gondeln (logisch nicht beim kronplatz, weil dort ist es nicht hoch genug – aber in alta badia gibt es schwindelnde höhen, man denke auf arabbe), oder ein seil spannen zwischen piz da peres und drei finger und rüber balancieren
….
Am 10. Dezember 2008 um 20:07 Uhr
Hey ich bin selber von ST (Kaltern) ich kenne das problem nur zu gut. Man muss ja ein Museum für Moderne Kunst bauen und dort das geld raushauen, anstatt DH-Strecken zu errichten…